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indipand.art

7.11.2021 Sonntag 19h

Ein Performance-Konzert von Ensemble CRUSH
in der Ausstellung „Beuys & Duchamp. Künstler der Zukunft“
des Kasier Wilehlm Museum Krefeld @kunstmuseen_krefeld
mit Kompositionen u.a. von: John Cage, Marcel Duchamp, Erik Satie und
Peter Gahn

Der musikalische Aspekt ist im Werk von Joseph Beuys allgegenwärtig. Kompositionen, Klänge, Geräusche, musikalische Materialien, Partituren und Instrumente prägen in zahlreichen
Variationen sein Werk. Beuys verwendete das Klavier mehrfach als Musikinstrument, künstlerisches Objekt und Medium, um Skulptur und Klang miteinander zu vereinen. Für die Veranstaltung FLUXUS: Internationale Festspiele Neuester Musik im September 1962 in Wiesbaden entwickelte er die Idee des Erdklaviers, die jedoch nicht realisiert wurde. Den Begriff Erdklavier greift das Ensemble CRUSH auf. Eine facettenreiche Mischung aus Werken bildet den Boden für ein akustisch-performatives Erlebnis. Die meisten Stücke sind zwar im Original für Klavier komponiert, werden aber von Ensemble CRUSH anders interpretiert und instrumentiert.

Die in der Ausstellung „Künstler der Zukunft“ erlebbare Gegenüberstellung von Beuys und Duchamp wird im Konzertprogramm fortgesetzt durch die instrumentale Lesart des Konzeptwerks Erratum Musical von Marcel Duchamp. Der vom Künstler gelieferte Notentext bildet die Grundlage für eine musikalische Performance. Die Interpretation, die auf die Räumlichkeiten des Kaiser Wilhelm Museums zugeschnitten wird, entsteht nach den in Duchamps Konzept Sculptures Musicales entwickelten Vorgaben. Als fertiggestellte Spielanweisung steht es unter demselben Titel im Œuvre von John Cage. Cages Numberpiece FOUR6 in einer für dieses Programm geschaffenen Interpretation bildet das buchstäbliche Gegenstück zur ersten Programmhälfte. 

In den letzten sechs Jahren seines Lebens schrieb John Cage (1912-1992) eine Reihe von Stücken, die lediglich durch die Anzahl der Aufführenden betitelt sind. Diese Nummernstücke sind der Höhepunkt einer Entwicklung, die in den 40er Jahren begann. Cages Kompositionen wurden immer offener und überließen den Interpret*innen viele Entscheidungen selbst. Mit der radikalen Ausweitung des musikalischen Materials auf Geräusch und Stille wurde die Trennung zwischen Kunst und Leben vollends überwunden. Auf die Frage, welchem Künstler er sich besonders nahe fühle, nennt Beuys den Namen John Cage. Obwohl sich die beiden nur wenige Male trafen, bestand eine gegenseitige Wertschätzung. Duchamp wiederum verband mit Cage ebenfalls eine enge künstlerische Beziehung.

Das Projekt BEUYS‘ erdklavier + ensemble CRUSH wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und das Landesförderprogramm Regionale Kulturpolitik. Weitere freundliche Unterstützung erhält das Projekt durch die Firma KAWAI Europa.

Kosten: Museumseintritt

Die Anzahl der Plätze ist pro Abend auf 30 begrenzt.
Um Anmeldung wird gebeten unter:

servicekunstmuseen@krefeld.de oder 02151/ 97558 137.

Kunstmuseen Krefeld – BEUYS‘ erdklavier + ensemble CRUSH

 

Kaiser Wilhelm Museum
Joseph-Beuys-Platz 1
47798 Krefeld

 

 

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